“Bücher hatten wir keine”
Isabel Carqueville am 18. Mai 2010 um 11:09Auf die Frage, was denn ihr Lieblingskinderbuch war, antworten viele der TeilnehmerInnen, dass sie als Kind keine Bücher besaßen und dadurch nur wenig lesen konnten, weil Bücher einfach zu teuer waren. Meistens wurde aus der Stadtbücherei ausgeliehen und auch mehrfach gelesen, oft erst als Juegendliche oder junge Erwachsene.
Für viele der Teilnehmerinnen war die Zeit der eigenen Mutterschaft eine Möglichkeit, die vielen Kinderbücher nachzuholen. Alle Frauen aus der Runde lasen ihren Kindern Geschichten vor und schenkten ihren Kindern Bücher.
Viele aus der Runde kennen natürlich die “Klassiker”: Den Struwwelpeter und Max und Moritz und sprechen ihnen einen hohen pädagogischen Wert zu. Viele mögen bis heute Sagen und Märchen, wie das Nibelungenlied oder die Hausmärchen der Brüder Grimm. Die Bücher, an die sich die TeilnehmerInnen erinnern, sind oft sehr naturverbundene Geschichten, wie Beispielsweise die Wurzelkinder.
Durch die vielen Themen der einzelnen Bücher sind wir oft auch vom eigentlich Thema abgekommen, dennnoch haben wir zum Schluss unseres Treffens auch über moderne Medien wie Hörbücher und Ebooks sprechen können. Oft haben die TeilnehmerInnen heute nicht mehr die Ruhe sich in die Geschichte eines Buches fallen zu lassen oder sie sind der Meinung, dass viele der frisch erschienenen Romane alte Geschichten in neuem Gewand seien. Biographien hingegen lesen die meisten der TeilnehmerInnen gerne.
