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	<title>Erinnerungsklatsch</title>
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	<description>Projekt-Blog</description>
	<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 12:03:12 +0000</pubDate>
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		<title>&#8220;Dafür sind die Omas da.&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 12:03:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabel Carqueville</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Nämlich zum Verwöhnen und den Enkeln was Gutes zustecken. Das kennen viele Teilnehmerinnen von ihren eigenen Großmüttern und so sind sie selbst als Oma und Uroma.
In Unserer Sitzung zum Thema Familie haben wir festgestellt, dass die &#8220;Normalfamilie&#8221; mit Vater-Mutter-Kind nicht alle der Teilnehmerinnen kennen. Heute würde man sagen, sie sind in Patchwork-Familien aufgewachsen, damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Nämlich zum Verwöhnen und den Enkeln was Gutes zustecken. Das kennen viele Teilnehmerinnen von ihren eigenen Großmüttern und so sind sie selbst als Oma und Uroma.</p>
<p>In Unserer Sitzung zum Thema <em>Familie </em>haben wir festgestellt, dass die &#8220;Normalfamilie&#8221; mit Vater-Mutter-Kind nicht alle der Teilnehmerinnen kennen. Heute würde man sagen, sie sind in Patchwork-Familien aufgewachsen, damals war das einfach normal. Dabei war oft der Vater für die Teilnehmerinnen sehr wichtig und spielte sogar eine Vorbildrolle. Die Mutter war oft strenger und vergab schonmal die ein oder andere Backpfeife.</p>
<p>Jedes Kind hatte in der Familie seine Aufgabe. So wurde der Haushalt, der noch ohne moderne Hilfen bestellt werden musste, von allen erledigt. Durch den teilweise sehr großen Altersunterschied zwischen den Geschwistern wurde aber eher mit FreundInnen gespielt. Oft gab es unter den Geschwistern auch großen Streit in der Kindheit, im Erwachsenenleben hat man diese Probleme aber meist überwunden und ist zu einem guten Verhältnis gekommen.</p>
<p>Die Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg führte oft dazu, dass die ganze Familie zerstreut war. So erzählt eine Teilnehmerin, dass ihr Vater nach und nach alle Kinder wieder zu sich geholt hat. Und eine andere Teilnehmerin erinnert sich noch heute an die sehr emotionale Rückkehr des Bruders aus dem Krieg. Gerade durch die frühen Kindstode und die gefallenen Brüder war man froh um jede gute Nachricht.</p>
<p>Für eine Teilnehmerin war neben dem Vater eine Tante die größte Bezugsperson in der Kindheit. Dort war sie oft nachmittags und spielte. Vor allem der Wellensittich der Tante war ein lieber Spielgefährte.</p>
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		<title>Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus!</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 17:47:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela Albert</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Nein, unser Thema beim letzten Erzählcafé war nicht (nur) Fußball. Aber es ist wohl kaum möglich, ein Erzählcafé zum Thema &#8220;Fernsehen&#8221; zu machen, ohne eins der eindrucksvollsten Medienereignisse dieser Generation zu besprechen - den ersten Weltmeistertitel einer Deutschen Fußball-Nationalmannschaft 1954.  Nicht alle haben dieses Ereignis jedoch am Fernseher verfolgt. Eine Teilnehmerin erinnert sich:
Wir haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Nein, unser Thema beim letzten Erzählcafé war nicht (nur) Fußball. Aber es ist wohl kaum möglich, ein Erzählcafé zum Thema &#8220;Fernsehen&#8221; zu machen, ohne eins der eindrucksvollsten Medienereignisse dieser Generation zu besprechen - den ersten Weltmeistertitel einer Deutschen Fußball-Nationalmannschaft 1954.  Nicht alle haben dieses Ereignis jedoch am Fernseher verfolgt. Eine Teilnehmerin erinnert sich:</p>
<blockquote><p>Wir haben eine Fahrradtour gemacht an diesem Tag und auf dem Heimweg haben wir in jedem Ort gehalten und in den Kneipen nachgefragt, wie es gerade steht. Irgendwann kamen wir nach Heckershausen und dort brauchten wir nicht mehr fragen, denn die Leute kamen alle raus auf die Straße gerannt und umarmten sich.</p></blockquote>
<p>Für einige war die Fußballübertragung die erste Erfahrung mit dem Fernseher überhaupt, denn ihre Familien hatten noch kein eigenes Gerät, die Übertragung des Länderspiels verfolgten sie in Kneipen.</p>
<p>Die ersten eigenen Geräte haben sich die Teilnehmer alle in etwa zur selben Zeit angeschafft, in den frühen 1960ern Jahren. Damals kosteten diese noch mehr als ein Monatsgehalt. Oft war der Grund dafür jedoch, dass man Geld sparen und die Abende zukünftig zu Hause vor dem Fernseher verbringen wollte.</p>
<p>Großer Beliebtheit erfreuten sich bei den Teilnehmern vor allem alte Kriminalfilme von Edgar Wallace oder Alfred Hitchcock, aber auch Sendungen mit beliebten Unterhaltern der damaligen Zeit, wie zum Beispiel Peter Frankenfeld, Hans Joachim Kulenkampff, Hans Rosenthal, Heinz Schenk oder Robert Lembke.</p>
<p>Das Farbfernsehen hielt erst viele Jahre nach seiner Einführung 1967 in die meisten Haushalte Einzug. So lange wurde weiter in schwarz-weiß geschaut. Eine Teilnehmerin erinnert sich:</p>
<blockquote><p>Eigentlich hat mir das gar nichts aus gemacht, dass wir keine Farben hatten. Nur manchmal hatten die Frauen so wunderschöne Kleider an und dann wollte ich gern wissen, welche Farbe die hatten. Da habe ich dann bei meiner Tante angerufen, die hatte Farbfernsehen und habe die gefragt.</p></blockquote>
<p>Die Fernsehwelt in den jungen Erwachsenenjahren unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer war eine komplett andere, als wir sie heute kennen. Statt Programm rund um die Uhr gab es einen Sendeschluss und zwar an manchen Tagen bereits vor 22 Uhr. Dann sah man auf dem Bildschirm nur ein Testbild. Lange Zeit gab es nur zwei oder drei Programme, es sei denn, man hatte wie einige der Teilnehmerinnen die Möglichkeit, zusätzlich noch DDR-Fernsehen zu empfangen.</p>
<p>Heute schauen besonders die Damen noch immer gern alte Heimatfilme und sei es nur aus nostalgischen Gründen: oft erkennen sie in der einen oder anderne Sendung ein Kleid oder ein Möbelstück, dass auch sie in der damaligen Zeit besessen hatten</p>
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		<title>Die Währungsreform</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 08:05:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabel Carqueville</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Thema des Erzählcafés am 21.06.2010 waren die Währungsreformen. Als Währeungsreform bezeichnet man die Änderung von relevanten Merkmalen einer Währung, der einen Umtausch alter Währungseinheiten zu einem staatlich festgelegten Wechselkurs in Einheiten der neuen Währung beinhaltet. Vorboten einer Währungsreform sind Staatsbankrott, Kriegsfinanzierung, politische Gründe und Hyperinflation. In der deutschen geschiche gibt es 6 Währungsreformen:

1871-1973: Vereinheitlichung
1923-1925: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Thema des Erzählcafés am 21.06.2010 waren die Währungsreformen. Als Währeungsreform bezeichnet man die Änderung von relevanten Merkmalen einer Währung, der einen Umtausch alter Währungseinheiten zu einem staatlich festgelegten Wechselkurs in Einheiten der neuen Währung beinhaltet. Vorboten einer Währungsreform sind Staatsbankrott, Kriegsfinanzierung, politische Gründe und Hyperinflation. In der deutschen geschiche gibt es 6 Währungsreformen:</p>
<ul>
<li>1871-1973: Vereinheitlichung</li>
<li>1923-1925: Umstellung von der <em>Mark </em>auf die <em>Rentenmark</em>, später <em>Reichsmark</em>, im Deutschen Reich</li>
<li>1948: Einführung der <em>D-Mark</em> in der Westzone, Einführung der <em>Mark </em>in der Ostzone</li>
<li>1990: Einführung der <em>D-Mark</em> in den neuen Bundesländern</li>
<li>1999/2000: Einfphrung des Euros</li>
</ul>
<p>Die TeilnehmerInnen des Erzählcafés haben die Währungsreform in den 20er Jahren zwar nicht aktiv miterlebt, können sich aber daran erinnern, was die Eltern erzählt haben. Bei einigen lagen sogar noch einige Millionen alter Währung im Kleiderschrank. Von den Kindern wurde die alten Scheine als Spielgeld für den Kaufmannsladen benutzt.  Die Währungsreform 1948 ist allen noch gut in Erinnerung. Vor allem wie sie anstehen mussten, um die ersten 40 D-Mark in Empfang zu nehmen und wie breit das Angebot auf einmal in den Warengeschäften war, erinnern alle TeilnehmerInnen. Der erste Einkauf mit der neuen Währung waren zuallererst Lebensmittel. Der Schwarzmarkt hatte auch in Kassel seinen festen Standort und man verdiente sich ein wenig Geld durch den Verkauf von Früchten dazu. Gerade für diejenigen, die als Vertriebene in Kassel von vorn anfangen mussten, hatten es schwer mit dem wenigen Geld über die Runden zu kommen.</p>
<p>Die Einführung des Euros sehen die TeinehmerInnen ambivalent. Auf der einen Seite ist es schön, bei Reisen kein Geld vorher wechseln zu müssen, auf der anderen Seite haben alle den Eindruck, dass sie vor der Währungsreform mehr vom Geld hatten.</p>
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		<title>Ausflug zum Schulweg in die Unterneustadt</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 07:03:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabel Carqueville</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Am 14.06. haben wir uns zu einer ganz besonderen Sitzung getroffen. Diesmal wollten wir nicht in den Räumen des Stadtteiltreffs unsere Erinnerungsreise begehen, sondern eine kleine Exkursion machen. Ilse Bassen hat uns auf ihren ehemaligen Schulweg geführt und die Gruppe an ihren Erinnerungen zu Schule und Kindheit teilhaben lassen. So kurz der Weg vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Am 14.06. haben wir uns zu einer ganz besonderen Sitzung getroffen. Diesmal wollten wir nicht in den Räumen des Stadtteiltreffs unsere Erinnerungsreise begehen, sondern eine kleine Exkursion machen. Ilse Bassen hat uns auf ihren ehemaligen Schulweg geführt und die Gruppe an ihren Erinnerungen zu Schule und Kindheit teilhaben lassen. So kurz der Weg vom Zuhause der Kindheit zur Mädchenschule in der Unterneustadt auch war, Ilse hatte viele schöne Erinnerungen daran. Wie sie die Freundinnen im Nachbarhaus abgeholt hat, um zusammen mit ihnen am Pfarrhaus vorbei zur Schule zu gehen. Und dort wurde nicht einfach das Tor zum Schulhof genommen, sondern über den Zaun geklettert.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://www.daniela-albert.de/erinnerungsprojekt/wp-content/myfotos/erinnerungsprojekt/Schulweg.jpg" alt="" /></p>
<p>Es gabe aber natürlich aber natürlich auch die Erinnerungen an den Krieg. An zerstörte Häuser und Notunterkunft.</p>
<p>Interessant war auch, wie viel und gleichzeitig wie wenig sich in der Nachbarschaft verändert hat. So ist die Straßenführung noch vollkommen gleich, auch wenn sich einige Häuser sehr verändert haben.</p>
<p>Als Abschluss haben wir uns noch die Stelle angeschaut, auf der zu früherer Zeit die Zweite Unterneustädter Kirche stand.</p>
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		<title>Zuwachs im Erzählcafé</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 14:07:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabel Carqueville</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[ 	Seit April 2010 wird Daniela Albert von einer zweiten Leiterin im Erzählcafé unterstützt. Isabel Carqueville und Daniela Albert übernehmen nun abwechselnd die einzelnen Sitzungen und stellen die Ergebnisse auf die Homepage.Unter Über das Projekt links in der Menuleiste stellen sich beide Leiterinnen kurz vor. Außerdem wurden in die Photogalerie Erinnerungs-Impressionen Bilder von den Teilnehmerinnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Seit April 2010 wird Daniela Albert von einer zweiten Leiterin im Erzählcafé unterstützt. Isabel Carqueville und Daniela Albert übernehmen nun abwechselnd die einzelnen Sitzungen und stellen die Ergebnisse auf die Homepage.Unter <em>Über das Projekt</em> links in der Menuleiste stellen sich beide Leiterinnen kurz vor. Außerdem wurden in die Photogalerie <em>Erinnerungs-Impressionen</em> Bilder von den Teilnehmerinnen Anneliese Flöther und Krimhilde Siegener aufgenommen und es gibt auch einen neuen Begriff in der Schatzkiste.</p>
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		<title>&#8220;Bücher hatten wir keine&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 09:09:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabel Carqueville</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Auf die Frage, was denn ihr Lieblingskinderbuch war, antworten viele der TeilnehmerInnen, dass sie als Kind keine Bücher besaßen und dadurch nur wenig lesen konnten, weil Bücher einfach zu teuer waren. Meistens wurde aus der Stadtbücherei ausgeliehen und auch mehrfach gelesen, oft erst als Juegendliche oder junge Erwachsene.
Für viele der Teilnehmerinnen war die Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Auf die Frage, was denn ihr Lieblingskinderbuch war, antworten viele der TeilnehmerInnen, dass sie als Kind keine Bücher besaßen und dadurch nur wenig lesen konnten, weil Bücher einfach zu teuer waren. Meistens wurde aus der Stadtbücherei ausgeliehen und auch mehrfach gelesen, oft erst als Juegendliche oder junge Erwachsene.</p>
<p>Für viele der Teilnehmerinnen war die Zeit der eigenen Mutterschaft eine Möglichkeit, die vielen Kinderbücher nachzuholen. Alle Frauen aus der Runde lasen ihren Kindern Geschichten vor und schenkten ihren Kindern Bücher.</p>
<p>Viele aus der Runde kennen natürlich die &#8220;Klassiker&#8221;: Den <em>Struwwelpeter </em>und <em>Max und Moritz</em> und sprechen ihnen einen hohen pädagogischen Wert zu. Viele mögen bis heute Sagen und Märchen, wie das <em>Nibelungenlied </em>oder die <em>Hausmärchen der Brüder Grimm</em>. Die Bücher, an die sich die TeilnehmerInnen erinnern, sind oft sehr naturverbundene Geschichten, wie Beispielsweise die <em>Wurzelkinder</em>.</p>
<p>Durch die vielen Themen der einzelnen Bücher sind wir oft auch vom eigentlich Thema abgekommen, dennnoch haben wir zum Schluss unseres Treffens auch über moderne Medien wie Hörbücher und Ebooks sprechen können. Oft haben die TeilnehmerInnen heute nicht mehr die Ruhe sich in die Geschichte eines Buches fallen zu lassen oder sie sind der Meinung, dass viele der frisch erschienenen Romane alte Geschichten in neuem Gewand seien. Biographien hingegen lesen die meisten der TeilnehmerInnen gerne.</p>
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		<title>Mit 17 hat man noch Träume&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 08:06:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela Albert</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	&#8230;mit einer Traumreise zurück zum Zeitpunkt, an dem die Teilnehmer 17 Jahre alt waren, starteten wir das Erzählcafé zum Thema &#8220;Träume&#8221; am 3. Mai 2010.
Während der Herr in der Runde von Frauen, Büchern und großen Philosophen träumte, hatten die Damen alle einen besonderen Herzenswunsch, an den sie abends vor dem Einschlafen dachten: Sie wollten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	&#8230;mit einer Traumreise zurück zum Zeitpunkt, an dem die Teilnehmer 17 Jahre alt waren, starteten wir das Erzählcafé zum Thema &#8220;Träume&#8221; am 3. Mai 2010.</p>
<p>Während der Herr in der Runde von Frauen, Büchern und großen Philosophen träumte, hatten die Damen alle einen besonderen Herzenswunsch, an den sie abends vor dem Einschlafen dachten: Sie wollten einen Beruf erlernen. Für viele von ihnen blieb jedoch genau dieser Wunsch unerfüllt. Verpflichtungen im Elternhaus, Armut, Krieg und Nachkriegszeit hinderten die meisten Teilnehmerinnen am Erlernen eines Berufes und zwangen sie dazu, als Hausangestellte in fremden Familien oder als Hilfe auf dem elterlichen Bauernhof zu arbeiten. In jener Zeit träumten sie dann davon, selbstständig zu sein und allein den eigenen Haushalt zu führen, genügend Geld zu haben und endlich mit beiden Beinen im Leben zu stehen.</p>
<p>Für wilde Träumereien von Jungs, Stars oder unerwartetem Reichtum blieb - zumindest in der Erinnerung der Frauen - wenig Zeit, denn der harte Alltag hatte dafür gesorgt, dass sie immer in der Realität blieben.</p>
<p>Im späteren Leben änderten sich die Träume von allen Teilnehmern. Nun wollten sie etwas von der Welt sehen. Die Träume drehten sich häufig um Reiseziele, manchmal ganz exotische und manchmal eher nahe gelegene. In diesem Zusammenhang &#8220;besonders&#8221; waren die Wunschziele von zwei Teilnehmerinnen, die ihre Heimat nach dem Zweiten Weltkrieg verlassen mussten - sie wollten nur einmal wieder nach Hause.</p>
<p>Es waren die Heimweh- und Fernwehträume, die wirklich in Erfüllung gingen und die Teilnehmer an alle möglichen Orte führten: manche bis nach China oder Kanada und andere einfach nur nach Hause!</p>
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		<title>Frauen und Männer</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 19:11:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela Albert</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Der große Unterschied zwischen Mädchen und Jungen mit 10 Jahren
Die Mädchen waren damals viel zickiger
Der große Unterschied zwischen Frauen und Männern im Alter
Die Männer sind so zickig im Alter
In diesem Kreis drehte sich unser heutiges Erzählcafé, welches zugleich den Auftakt für die nächste Runde lieferte.
Wir haben uns durch die Jahrzehnte gearbeitet. In der Kindheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Der große Unterschied zwischen Mädchen und Jungen mit 10 Jahren</p>
<blockquote><p>Die Mädchen waren damals viel zickiger</p></blockquote>
<p>Der große Unterschied zwischen Frauen und Männern im Alter</p>
<blockquote><p>Die Männer sind so zickig im Alter</p></blockquote>
<p>In diesem Kreis drehte sich unser heutiges Erzählcafé, welches zugleich den Auftakt für die nächste Runde lieferte.</p>
<p>Wir haben uns durch die Jahrzehnte gearbeitet. In der Kindheit spielten die unterschiedlichen Geschlechter miteinander, ärgerten sich auch Mal, und wenn die Mädchen zu zickig wurden, ging man ihnen aus dem Weg. Die Frauen hatten das Gefühl, dass sie mehr im Haushalt helfen mussten als ihre Brüder.</p>
<p>Mit 20 lebten die Meisten in ziemlich traditionellen Strukturen und Geschlechterrollen. Die Frauen kümmerten sich um den neu gegründeten Haushalt und bekamen zum Teil ihre ersten Kinder, während die Männer arbeiten gingen. Die beiden Teilnehmerinnen, die ebenfalls einen Beruf erlernen konnten, beklagten, dass sie deutlich weniger verdienten, als ihre männlichen Kollegen.</p>
<p>Mit 30 wurden die Frauen selbstbewusster, sie sahen sich selbst mehr als &#8220;gestandene Frauen&#8221; mit Lebenserfahrung. Die Teilnehmerinnen waren in dieser Zeit die treibenden Kräfte in ihren Familien, und auch der Teilnehmer äußerte sich in ähnlicher Weise über seine Frau. Auch haben die Damen im Nachhinein das Gefühl, sich in diesem Alter öfter gegen ihren Partner durchgesetzt zu haben.</p>
<p>Bei der Kindererziehung übernahmen die Mütter die alltäglichen Aufgaben, wie zum Beispiel die Betreuung der Hausaufgaben. Die Väter waren eher für Ausflüge und Unternehmungen am Wochenende zuständig.</p>
<p>Bis zum Eintritt ins Rentenalter haben sich die Geschlechterrollen und Machtstrukturen in den Beziehungen vom Gefühl der Teilnehmerinnen her angeglichen und teilweise sogar umgekehrt. Letzteres rechneten sie vor allem der Tatsache an, dass sie als Frauen besser mit dem Alter zurecht kommen als die Männer.</p>
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		<title>Erste Berufswünsche</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 10:02:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela Albert</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Rechts gibt es nun eine neue Kategorie, in der die TeilnehmerInnen über ihre ersten Berufswünsche berichten. Dieses Thema wurde von Tanja Jürgensen mit der Gruppe bearbteitet.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Rechts gibt es nun eine neue Kategorie, in der die TeilnehmerInnen über ihre ersten Berufswünsche berichten. Dieses Thema wurde von Tanja Jürgensen mit der Gruppe bearbteitet.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Braucht man Bräuche?</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 12:53:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela Albert</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Um diese Frage ging es im verspäteten letzten Teil dieser Runde vom Erinnerungsklatsch.
Ja, die Teilnehmerinnen und der Teilnehmer waren sich einig: man braucht Bräuche. Sie geben Halt, Sicherheit, bewahren Erinnerungen und sind manchmal einfach nur schön.
Doch es gibt auch Bräuche, die sehr kritisch gesehen wurden: nicht jeder fand zum Beispiel Hochzeitsbräuche wie die Brautentführung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Um diese Frage ging es im verspäteten letzten Teil dieser Runde vom <em>Erinnerungsklatsch</em>.</p>
<p>Ja, die Teilnehmerinnen und der Teilnehmer waren sich einig: man braucht Bräuche. Sie geben Halt, Sicherheit, bewahren Erinnerungen und sind manchmal einfach nur schön.</p>
<p>Doch es gibt auch Bräuche, die sehr kritisch gesehen wurden: nicht jeder fand zum Beispiel Hochzeitsbräuche wie die Brautentführung oder den Polterabend schön und viele sind froh, dass man sich heutzutage auch gegen solche Bräuche auf der eigenen Hochzeit entscheiden kann.</p>
<p>Eine Teilnehmerin berichtete hingegen von einem sehr schönen Hochzeitsbrauch:</p>
<p>In dem Dorf, in dem sie aufgewachsen ist, gab es ein Sägewerk. Wenn jemand heiratete, verzierte die Dorfjugend den ganzen Weg vom Elternhaus der Braut bis in die Kirche mit riesigen, ineinander verschlungenen Sägemehlringen.</p>
<p>Eine Teilnehmerin, die bereits ihre Kindheit in Kassel verbrachte, erinnerte sich im Zusammenhang mit dem Wort Bräuche an folgendes Zitat:</p>
<blockquote><p>Der alte Brauch wird nicht gebrochen, hier können Familien Kaffee kochen</p></blockquote>
<p>Ein Schild mit dieser Aufschrift fand sich oft in Ausflugslokalen in der Umgebung und bedeutete, dass Familien dort ihr eigenes Kaffeepulver abgeben konnten und eine Kanne frisch aufgebrühten Kaffee dafür erhielten. Bezahlen mussten sie nur das Wasser.</p>
<p>In ländlichen Gegenden war die <em>Kirmes </em>am Ende der Erntezeit ein jährliches Highlight. Dieses Fest, auch bekannt als Kirchweih oder Kirchmess, war vor allem ein Fest der Jugend. Wer es sich leisten konnte, kaufte sich zu diesem Anlass neue Kleider und hielt diese bis zum Kirmesabend vor neugierigen Augen versteckt. Das Kirmeskleid war nämlich etwas ganz besonderes.</p>
<p>Abschließend diskutierten wir noch ein bisschen über das Kasseler Wasserfest - den Zissel. Dieser Brauch entstand in den 20er Jahren auf Initiative der Wassersportvereine. Die Idee dahinter war, ein Volksfest zu etablieren, bei dem unser Fluss - <em>die Fulle</em> - im Vordergrund steht. Der Zissel wird in Kassel noch immer jedes Jahr gefeiert. Ob es dabei noch vordergründig um das Wasser geht, sei jedoch dahingestellt. Einigen konnten wir uns jedoch darauf, dass der Wasserumzug noch immer ein Highlight des Zissels ist.</p>
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